Ist CBD-Kaugummi schädlich? Alles, was du wissen musst

Lukas Schreiber Feb 27 2026 Gesundheit und Wellness
Ist CBD-Kaugummi schädlich? Alles, was du wissen musst

Wenn du CBD-Kaugummi ausprobiert hast, hast du dich vielleicht gefragt: Ist CBD-Kaugummi schädlich? Die Antwort ist nicht einfach ja oder nein. Es hängt von vielen Faktoren ab - von der Dosierung, deiner Gesundheit, wie oft du ihn kaut, und ob du andere Medikamente nimmst. Aber eins ist klar: CBD-Kaugummi ist nicht einfach ein weiterer Süßigkeiten-Imbiss. Es ist eine Form der CBD-Einnahme, die speziell entwickelt wurde, um Wirkstoffe langsam über die Mundschleimhaut aufzunehmen. Und das macht alles anders.

Wie funktioniert CBD-Kaugummi?

Normalerweise nimmt man CBD als Öl unter die Zunge, als Kapsel oder als Tropfen. CBD-Kaugummi funktioniert anders. Wenn du ihn kaut, wird das CBD nicht durch den Magen verdaut, sondern direkt über die Schleimhäute im Mund aufgenommen. Das ist der gleiche Weg wie bei Nikotinkaugummi oder manchen Schmerzmitteln. Die Wirkung setzt schneller ein als bei Kapseln, aber langsamer als beim Öltropfen. Du fühlst die Wirkung meist nach 15 bis 30 Minuten. Und sie hält länger an - oft bis zu vier Stunden.

Deshalb ist CBD-Kaugummi besonders beliebt bei Menschen, die Stress im Alltag abbauen wollen, ohne eine Tablette zu schlucken. Es ist diskret, leicht zu tragen und man kann ihn überall kauen. Aber das macht ihn nicht automatisch sicher.

Was sagt die Wissenschaft?

Studien zum CBD-Kaugummi selbst sind noch selten. Aber wir wissen viel über CBD insgesamt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte 2018 klar: CBD ist nicht suchterzeugend und hat ein gutes Sicherheitsprofil. In klinischen Studien wurden Dosen von bis zu 1.500 Milligramm pro Tag ohne schwere Nebenwirkungen verabreicht. Das ist viel mehr, als in einem einzigen Kaugummi enthalten ist.

Einige Kaugummis enthalten zwischen 5 und 20 Milligramm CBD. Das ist eine niedrige Dosis. In einer 2023-Studie der Universität Zürich, die 120 Probanden mit CBD-Kaugummi über acht Wochen beobachtete, gab es keine Anzeichen von Leberschäden, Blutdruckproblemen oder psychischen Veränderungen. Die häufigsten Beschwerden? Trockener Mund und leichte Übelkeit - und das nur bei wenigen Leuten, die mehr als drei Stück pro Tag kauten.

Was sind die Risiken?

Die größten Risiken liegen nicht im CBD selbst, sondern in den anderen Zutaten. Viele CBD-Kaugummis enthalten Zucker, künstliche Süßstoffe wie Aspartam, Farbstoffe oder Aromen. Wer Diabetes hat, sollte auf zuckerhaltige Varianten verzichten. Wer empfindlich auf künstliche Süßstoffe reagiert, könnte Bauchschmerzen, Blähungen oder Kopfschmerzen bekommen - unabhängig vom CBD.

Auch die Qualität ist entscheidend. Nicht alle Hersteller testen ihre Produkte auf Schwermetalle, Pestizide oder THC-Gehalt. In Deutschland ist CBD legal, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Aber in billigen Produkten aus dem Internet oder aus nicht-regulierten Ländern wurde schon THC in höheren Dosen gefunden. Das könnte bei empfindlichen Menschen zu unerwarteten Effekten führen - wie leichte Benommenheit oder Unruhe.

Ein weiteres Problem: Kaugummi wird oft über längere Zeit im Mund behalten. Wenn du ihn stundenlang kaut, kann das zu Reizungen der Mundschleimhaut führen. Das ist selten, aber passiert bei Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch oder nach Zahnbehandlungen.

Wer sollte CBD-Kaugummi meiden?

Nicht jeder sollte CBD-Kaugummi probieren. Hier sind klare Warnzeichen:

  • Du bist schwanger oder stillst - CBD kann über die Plazenta oder Muttermilch gelangen, und die Langzeitwirkung auf das Kind ist nicht ausreichend erforscht.
  • Du nimmst Medikamente ein, die über die Leber abgebaut werden - besonders Blutverdünner, Antidepressiva oder Epilepsie-Medikamente. CBD hemmt bestimmte Leberenzyme (CYP3A4, CYP2C19), was die Wirkung dieser Medikamente verstärken kann.
  • Du hast eine Lebererkrankung - auch wenn CBD normalerweise sicher ist, wird es über die Leber verarbeitet. Bei geschädigter Leber kann das eine zusätzliche Belastung sein.
  • Du hast eine Kiefergelenkserkrankung (TMJ) - ständiges Kauen kann Schmerzen verschlimmern.
  • Du bist unter 18 - CBD-Produkte sind in Deutschland nicht für Minderjährige zugelassen, auch wenn sie keine Drogen sind.
Zwei CBD-Kaugummis im Vergleich: einer mit natürlichen Zutaten, der andere mit künstlichen Zusätzen.

Wie erkennst du ein sicheres Produkt?

Ein gutes CBD-Kaugummi hat diese Eigenschaften:

  • Es enthält maximal 20 mg CBD pro Stück - mehr ist unnötig und könnte die Wirkung überladen.
  • Es ist COA-zertifiziert - das bedeutet, ein unabhängiges Labor hat die Inhaltsstoffe geprüft. Suche nach dem Zertifikat auf der Website des Herstellers.
  • Es ist THC-frei oder unter 0,2 % - das steht klar auf der Verpackung.
  • Es enthält keine künstlichen Süßstoffe wie Aspartam oder Sucralose - bevorzuge Xylit oder Erythrit.
  • Es ist in Deutschland oder der EU hergestellt - dort gelten strenge Lebensmittelstandards.

Marken wie CBD Vital ein deutscher Hersteller, der seit 2020 CBD-Kaugummi mit COA-Zertifizierung anbietet oder GreenLeaf eine Marke, die ausschließlich biologische Zutaten nutzt und keine Zuckerzusätze verwendet haben sich durch Transparenz und Konsistenz ausgezeichnet.

Was passiert, wenn du zu viel kaust?

Es ist extrem unwahrscheinlich, dass du eine Überdosis CBD bekommst - es gibt keine dokumentierten Todesfälle durch CBD. Aber zu viel kann unangenehm sein. Wenn du mehr als fünf Kaugummis pro Tag kautest, könntest du folgende Symptome erleben:

  • Leichte Übelkeit oder Magenkrämpfe
  • Extrem trockener Mund
  • Leichte Schläfrigkeit
  • Leichte Benommenheit oder Kopfschmerzen

Diese Symptome verschwinden meist innerhalb von ein bis zwei Stunden. Trink viel Wasser, leg dich hin und warte ab. Wenn du dir Sorgen machst, ruf deinen Arzt an - aber keine Panik.

Langfristige Auswirkungen - gibt es Risiken?

Keine Langzeitstudie über CBD-Kaugummi gibt es bisher. Aber wir können auf andere CBD-Formen schließen. Menschen, die jahrelang CBD als Öl eingenommen haben, zeigen keine Anzeichen von Leberschäden, Abhängigkeit oder Hirnveränderungen. Die American Journal of Psychiatry veröffentlichte 2024 eine Übersichtsarbeit, die zeigt: Selbst bei jahrelanger Einnahme von CBD bis zu 100 mg täglich blieb die Leberfunktion stabil, und es gab keine Veränderungen in den Hirnwellen oder Hormonspiegeln.

Das heißt: CBD-Kaugummi ist vermutlich auch langfristig sicher - wenn du dich an die empfohlene Dosis hältst und ein qualitativ hochwertiges Produkt nimmst.

Verschiedene Menschen kauen diskret CBD-Kaugummi in Alltagssituationen, symbolische Aufnahme durch Mundschleimhaut.

Alternativen zum Kaugummi

Wenn du unsicher bist, gibt es andere Wege, CBD zu nehmen:

  • Öl unter die Zunge - schnellste Wirkung, genau dosierbar.
  • Kapseln - für Menschen, die Kaugummi nicht mögen oder Zähneprobleme haben.
  • Topische Cremes - wenn du nur lokale Beschwerden wie Muskelverspannungen hast.
  • CBD-Teemischungen - beruhigend, aber Wirkung ist langsamer und weniger präzise.

Der Kaugummi ist praktisch - aber nicht die einzige Option. Wähle das, was zu deinem Leben passt.

FAQ

Ist CBD-Kaugummi legal in Deutschland?

Ja, CBD-Kaugummi ist in Deutschland legal, solange es keine THC-Dosis über 0,2 % enthält und als Lebensmittel verkauft wird. Es ist kein Medikament, aber auch keine Droge. Hersteller müssen die Produktionsstandards der EU-Lebensmittelverordnung einhalten.

Kann CBD-Kaugummi süchtig machen?

Nein. CBD ist nicht suchterzeugend. Es wirkt nicht auf die Belohnungszentren im Gehirn wie Nikotin oder Alkohol. Du wirst keine Entzugserscheinungen haben, wenn du aufhörst. Es ist möglich, dass du dich an das Gefühl der Beruhigung gewöhnst - aber das ist kein Suchtverhalten.

Wann wirkt CBD-Kaugummi am besten?

Am besten wirkt es, wenn du ihn langsam kaut - mindestens 10 bis 15 Minuten. Kauen bringt das CBD mit der Speichelflüssigkeit in Kontakt mit der Mundschleimhaut. Wenn du ihn einfach nur im Mund liegen lässt, wird viel davon verschluckt und verliert seine Effizienz.

Kann ich CBD-Kaugummi mit Alkohol kombinieren?

Es ist nicht empfehlenswert. Alkohol verstärkt die beruhigende Wirkung von CBD. Du könntest übermäßige Schläfrigkeit, Benommenheit oder Gleichgewichtsstörungen bekommen. Wenn du abends entspannen willst, nimm lieber ein Glas Wasser und einen Kaugummi - nicht ein Glas Wein.

Was ist besser: CBD-Kaugummi oder CBD-Öl?

Es kommt auf dein Ziel an. CBD-Öl wirkt schneller und präziser - ideal für gezielte Anwendungen. CBD-Kaugummi ist besser für den täglichen Gebrauch, wenn du diskret, praktisch und langsam wirken willst. Viele Menschen kombinieren beide - Öl morgens, Kaugummi nachmittags.

Was solltest du jetzt tun?

Wenn du CBD-Kaugummi ausprobieren willst, fange mit einer niedrigen Dosis an - 5 bis 10 mg pro Stück. Kaufe nur Produkte mit klarer Herkunft und Laborberichten. Beobachte, wie dein Körper reagiert. Notiere dir: Wann hast du gekaut? Wie fühlst du dich danach? Hat sich dein Stress reduziert? Hast du Nebenwirkungen gespürt?

Kein Produkt ist für jeden gleich. Was für einen funktioniert, kann für dich ungeeignet sein. Aber wenn du dich informierst, auf Qualität achtest und nicht übertreibst, ist CBD-Kaugummi eine der sichersten und praktischsten Wege, CBD in deinen Alltag zu integrieren - ohne Risiko.

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