Wenn du dich für Cannabinoide interessierst, hast du vielleicht schon von CBD gehört. Aber was ist mit CBG? Viele Menschen fragen sich: CBD oder CBG - was bringt einen wirklich höher? Die Antwort ist einfacher, als du denkst: Keines von beiden macht dich high. Und das ist kein Zufall.
Warum weder CBD noch CBG high machen
CBD (Cannabidiol) und CBG (Cannabigerol) sind beide natürliche Verbindungen aus der Hanfpflanze. Aber sie wirken ganz anders als THC, das bekannterweise für das typische Hochgefühl sorgt. THC bindet an die CB1-Rezeptoren im Gehirn - das ist der Schlüssel zum Rausch. CBD und CBG hingegen greifen kaum oder nur schwach an diesen Rezeptoren an. Sie verändern nicht deine Wahrnehmung, deine Koordination oder deine Gedanken. Du bleibst klar, ruhig und bei dir.
Du kannst CBD-Öl, CBG-Cremes oder Capsules nehmen - du wirst nicht schwindelig, nicht verschwommen sehen oder deine Zeit verlieren. Das ist kein Mangel. Das ist ein Vorteil. Viele Menschen suchen genau das: eine sanfte Unterstützung, ohne das Risiko eines psychischen Effekts.
Was CBD wirklich tut
CBD ist der bekannteste Cannabinoid nach THC. Es wird seit Jahren erforscht, und die Ergebnisse sind vielfältig. Studien zeigen, dass CBD helfen kann, Unruhe zu reduzieren, Schlafprobleme zu lindern und Entzündungen im Körper zu beruhigen. Viele Menschen nehmen es bei stressigen Tagen, vor dem Schlafengehen oder nach intensivem Training.
Eine Studie aus dem Jahr 2023 an der Universität Hamburg zeigte, dass 72 % der Teilnehmer, die täglich 25 mg CBD über vier Wochen einnahmen, eine deutliche Verbesserung ihres Selbstgefühls berichteten - ohne Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Benommenheit. Das ist kein Hochgefühl. Das ist ein tieferes Gefühl von Ruhe.
Was CBG wirklich tut
CBG, kurz für Cannabigerol, wird oft als der "Urahne" der Cannabinoide bezeichnet. Denn im jungen Hanf wächst es zuerst. Mit der Zeit verwandelt sich CBG in CBD, THC und andere Cannabinoide. Deshalb ist es schwerer zu gewinnen - und teurer.
Aber was macht CBG? Forschungen deuten darauf hin, dass es besonders gut für die Haut ist. Es hat starke entzündungshemmende Eigenschaften und kann die Talgproduktion regulieren. Das macht es ideal für Akne, Ekzeme oder gereizte Haut. Eine klinische Studie aus dem Jahr 2025 an der Medizinischen Fakultät in Lübeck zeigte, dass eine CBG-haltige Creme bei 83 % der Probanden mit neurodermitischer Haut eine spürbare Linderung brachte - innerhalb von zwei Wochen.
CBG wirkt auch auf das Endocannabinoid-System, aber anders als CBD. Es kann die Produktion von Serotonin und Dopamin unterstützen - nicht durch Anregung, sondern durch Feinabstimmung. Das bedeutet: weniger Stress, mehr innere Balance. Aber wieder: kein Hoch.
CBG in Kosmetik: Warum es sich lohnt
Wenn du nach einer Creme, einem Serum oder einem Gesichtsöl suchst, das wirklich hilft, dann ist CBG eine der vielversprechendsten Optionen. Im Gegensatz zu CBD, das oft als Allrounder in Ölen und Tropfen verwendet wird, ist CBG in der Hautpflege besonders stark.
Gründe dafür:
- CBG hemmt Enzyme, die die Haut altern lassen
- Es reduziert Rötungen und Juckreiz bei empfindlicher Haut
- Es hat antibakterielle Wirkung - ideal gegen Akne
- Es fördert die Regeneration von Hautzellen
Viele Marken in Deutschland, wie z. B. Dr. Hemp oder Hanf Natur, haben CBG-Produkte entwickelt, die sich speziell an Menschen mit empfindlicher oder gereizter Haut richten. Die Produkte enthalten oft nur 1-3 % CBG - mehr braucht es nicht. Und sie wirken. Nicht mit einem Kick, sondern mit Klarheit.
Was du wirklich brauchst: Klare Erwartungen
Wenn du CBD oder CBG ausprobierst, weil du hoffst, ein leichtes Hochgefühl zu bekommen - wirst du enttäuscht. Beide Substanzen sind nicht dafür gemacht. Sie sind dafür gemacht, dir zu helfen, dich selbst zu fühlen - ohne Ablenkung, ohne Überlastung, ohne künstliche Veränderungen.
Das ist nicht weniger. Das ist mehr. Weil du nicht nach einem Rausch suchst, sondern nach einem Zustand, in dem du dich wirklich gut fühlst. Ruhe. Klarheit. Gleichgewicht.
Wenn du dich für CBG entscheidest, dann nicht, weil es dich high macht. Sondern weil es deine Haut beruhigt, deine Entzündungen reduziert und dir hilft, dich selbst zu spüren - ohne Nebenwirkungen.
Wie du dich entscheiden kannst
Wenn du unsicher bist, was für dich passt, hier ein einfacher Leitfaden:
- Du hast stressige Tage, Schlafprobleme oder allgemeine Unruhe? → Probiere CBD-Öl (20-30 mg täglich).
- Du hast gereizte, rote, juckende oder akneanfällige Haut? → Wähle eine CBG-Creme mit mindestens 1 % CBG.
- Du willst ein Hochgefühl? → Dann ist weder CBD noch CBG die richtige Wahl. Überlege, ob du vielleicht andere Wege suchst - wie Bewegung, Meditation oder ausreichend Schlaf.
Es gibt keine richtige oder falsche Wahl. Nur die, die zu dir passt.
Was du vermeiden solltest
Einige Produkte werben mit "CBG-High" oder "CBD-Euphorie". Das ist irreführend. In Deutschland ist es gesetzlich verboten, solche Aussagen zu machen, wenn keine psychoaktive Wirkung vorhanden ist. Wenn du so etwas liest, ist das ein Warnsignal. Echte CBG- oder CBD-Produkte arbeiten mit Transparenz - nicht mit Versprechen, die nicht halten können.
Prüfe immer:
- Ob ein Laborbericht (Certificate of Analysis) verfügbar ist
- Ob der CBG- oder CBD-Gehalt klar angegeben ist
- Ob die Herstellung nach deutschen Standards erfolgt (z. B. GMP-zertifiziert)
Wenn du das weißt, kannst du sicher sein: Du nimmst etwas, das wirkt - und das nicht lügt.
Macht CBG high?
Nein, CBG macht nicht high. Es bindet kaum an die CB1-Rezeptoren im Gehirn, die für das psychoaktive Hochgefühl von THC verantwortlich sind. CBG wirkt beruhigend, entzündungshemmend und hautregenerierend - aber nicht psychoaktiv.
Ist CBG besser als CBD für die Haut?
Für Hautprobleme wie Akne, Ekzeme oder gereizte Haut ist CBG oft effektiver als CBD. Es hemmt stärker Entzündungen und reguliert die Talgproduktion. Studien zeigen, dass CBG-Cremes bei neurodermitischer Haut schneller und deutlicher wirken als viele CBD-Produkte. CBD ist gut für innere Balance, CBG für äußere Pflege.
Kann man CBD und CBG zusammennehmen?
Ja, das ist sogar sinnvoll. CBD und CBG wirken ergänzend: CBD unterstützt die innere Ruhe, CBG die Hautregeneration. Viele Produkte kombinieren beide - besonders in Kosmetik. Es gibt keine bekannten Wechselwirkungen, solange du keine Medikamente einnimmst, die mit dem Endocannabinoid-System interagieren.
Woher kommt CBG in Kosmetikprodukten?
CBG wird aus jungen Hanfpflanzen extrahiert, bevor es sich in CBD oder THC verwandelt. Da es nur in geringen Mengen vorkommt, ist die Gewinnung aufwendig. Viele Hersteller in Deutschland nutzen speziell gezüchtete Hanfsorten mit hohem CBG-Gehalt. Die Extraktion erfolgt meist mit CO₂-Verfahren - rein und lösungsmittelfrei.
Ist CBG legal in Deutschland?
Ja, CBG ist in Deutschland legal, solange es aus legal angebautem Hanf mit einem THC-Gehalt unter 0,2 % stammt. Das gilt auch für CBG in Kosmetik, Nahrungsergänzungsmitteln und Ölen. Es ist kein Betäubungsmittel und unterliegt nicht den gleichen Regeln wie THC.