CBN, oder Cannabinol, ist kein typisches Cannabinoide, das die meisten Menschen kennen. Während CBD und THC oft in den Medien auftauchen, bleibt CBN im Hintergrund - trotz seiner wachsenden Beliebtheit als Schlafhilfe und entzündungshemmendes Mittel. Aber eine Frage treibt viele Verbraucher um: Is CBN legal in all states? In Deutschland? In den USA? Und was gilt für einzelne Bundesländer? Die Antwort ist nicht einfach - und sie unterscheidet sich stark von Land zu Land.
Was ist CBN wirklich?
CBN entsteht nicht direkt in der Cannabispflanze. Es ist ein Abbauprodukt von THC. Wenn THC mit Licht und Luft in Kontakt kommt, verwandelt es sich langsam in CBN. Deshalb finden sich höhere CBN-Werte oft in älteren oder schlecht gelagerten Cannabispflanzen. Es ist nicht psychoaktiv wie THC, aber es wirkt beruhigend. Einige Studien zeigen, dass CBN die Schlafqualität verbessern kann - besonders wenn es mit CBD kombiniert wird. Es wird auch als potenzielles Mittel gegen Schmerzen, Entzündungen und Appetitlosigkeit untersucht. Doch all das spielt keine Rolle, wenn es nicht legal ist.
CBN in Deutschland: Der rechtliche Status
In Deutschland ist die rechtliche Lage klar, aber eng begrenzt. CBN gilt als Cannabinoid und fällt damit unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Solange es aus Cannabis gewonnen wird, ist es als Betäubungsmittel eingestuft - unabhängig davon, ob es psychoaktiv ist oder nicht. Das bedeutet: CBN-Produkte, die aus Hanf mit einem THC-Gehalt über 0,2 % stammen, sind illegal. Selbst wenn der THC-Gehalt im Endprodukt unter 0,2 % liegt, bleibt die Herkunft entscheidend. Wer CBN aus legalen Hanfsorten gewinnt, muss nachweisen, dass die gesamte Produktionskette den Anforderungen des deutschen Hanfgesetzes entspricht. Das ist extrem schwierig. Die meisten CBN-Produkte auf dem Markt sind daher rechtlich fragwürdig.
Was ist mit CBN in den USA?
In den USA ist die Lage viel komplexer. Der Farm Bill von 2018 legalisierte Hanf mit einem THC-Gehalt von unter 0,3 % auf Bundesebene. Da CBN aus Hanf gewonnen werden kann, argumentieren viele Anbieter, dass es damit ebenfalls legal sei. Doch das ist ein Trugschluss. Die US-amerikanische Drogenbehörde (DEA) hat klargestellt, dass alle Cannabinoide, die nicht direkt aus Hanf stammen oder nicht in der ursprünglichen Pflanze vorkommen, als kontrollierte Substanzen gelten können - selbst wenn sie aus legalen Hanfquellen hergestellt werden. Einige Bundesstaaten wie Kalifornien, Colorado und Oregon haben CBN explizit erlaubt, solange es aus Hanf stammt und keine psychoaktiven Effekte hat. Andere, wie Idaho und Nebraska, verbieten alle Cannabinoide außer CBD - und das nur, wenn es vollständig THC-frei ist. In einigen Staaten wie South Dakota ist CBN sogar als „synthetisches Cannabinoid“ eingestuft - was es strafbar macht.
Warum gibt es solche Unterschiede?
Der Grund liegt in der Unklarheit der Gesetze. CBN wird nicht als eigenständige Substanz in den meisten Gesetzen erwähnt. Es wird einfach als „Cannabinoid“ abgehandelt. Das führt dazu, dass Behörden nach eigenem Ermessen entscheiden. Einige sehen CBN als harmlos an, andere als potenziellen Weg, um THC zu umgehen. In Deutschland ist die Behörde für Lebensmittelsicherheit (BfR) strikt: Sie akzeptiert nur CBD als legales Cannabinoid in Lebensmitteln - und das nur, wenn es aus EU-zugelassenem Hanf stammt. CBN ist nicht auf der Liste. In den USA hingegen ist die FDA nicht zuständig für CBN - das liegt bei den einzelnen Bundesstaaten. So entsteht ein Flickenteppich aus Regeln, der selbst Experten verwirrt.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Wenn du CBN in Deutschland kaufst, musst du davon ausgehen, dass es rechtlich nicht sicher ist. Die meisten Anbieter verkaufen es als „Nahrungsergänzung“ oder „Topical“ - aber das ändert nichts an der rechtlichen Grundlage. Selbst wenn das Produkt „THC-frei“ ist, kann die Behörde es als illegal einstufen, wenn es aus Cannabis gewonnen wurde. In den USA ist es noch riskanter: Ein Produkt, das in Kalifornien legal ist, kann in Texas strafbar sein. Du kannst nicht einfach ein CBN-Öl aus dem Internet bestellen und es ohne Risiko verwenden. Viele Verbraucher werden von falschen Versprechen angelockt: „100 % legal“, „keine Strafe“, „keine Drogenkontrolle“. Das ist irreführend. Es gibt keine Garantie, dass ein CBN-Produkt nicht beschlagnahmt wird - oder dass du bei einer Polizeikontrolle Probleme bekommst.
Was ist mit CBN in der EU?
Innerhalb der EU ist die Lage ähnlich wie in Deutschland. Die Europäische Kommission hat keine einheitliche Regelung für CBN. Jedes Land entscheidet selbst. In Österreich ist CBN in der Praxis oft toleriert, solange es aus legalen Hanfsorten stammt. In Frankreich ist es streng verboten. In den Niederlanden wird CBN nicht explizit erwähnt - aber es fällt unter das allgemeine Verbot von nicht-medizinischen Cannabinoiden. Die EU plant zwar eine Harmonisierung der Cannabinoid-Regeln, aber bislang gibt es keine konkreten Gesetze für CBN. Das bedeutet: Wenn du CBN in der EU kaufst, musst du immer die Gesetze deines Landes prüfen - und das ist nicht einfach.
Wie kannst du dich schützen?
Wenn du CBN nutzen möchtest, gibt es drei einfache Regeln:
- Prüfe die Herkunft. Ist das Produkt aus Hanf mit unter 0,2 % THC? Ist die Herstellung dokumentiert? Frag nach Zertifikaten.
- Prüfe die Gesetze deines Landes. In Deutschland: BfR-Liste prüfen. In den USA: Gesetze deines Bundesstaates suchen - nicht nur die Bundesregel.
- Vermeide Versprechungen. Wenn ein Anbieter sagt „100 % legal“ oder „keine Probleme“, ist das ein Warnsignal. Niemand kann das garantieren.
Einige Hersteller bieten CBN in Form von Creme oder Salben an - das ist in Deutschland etwas weniger riskant, weil topische Anwendungen nicht als Nahrungsmittel gelten. Aber auch das ist kein Freibrief. Die Behörden können immer noch intervenieren, wenn sie denken, dass das Produkt gesundheitlich riskant ist.
Was kommt als Nächstes?
Die Forschung zu CBN läuft. Es gibt erste klinische Studien, die seine Wirkung auf Schlaf und Entzündungen untersuchen. In den USA arbeitet die FDA an einer neuen Klassifizierung für Cannabinoide - aber das wird Jahre dauern. In Deutschland gibt es keine Anzeichen dafür, dass CBN bald legalisiert wird. Solange es nicht explizit in den Gesetzen steht, bleibt es im Graubereich. Wer CBN nutzen will, muss akzeptieren, dass er ein Risiko eingeht - nicht nur gesundheitlich, sondern auch rechtlich.
Ist CBN in Deutschland legal?
Nein, CBN ist in Deutschland nicht explizit legal. Es gilt als Betäubungsmittel, wenn es aus Cannabis gewonnen wird - auch wenn es nicht psychoaktiv ist. Nur CBD aus EU-zugelassenem Hanf mit unter 0,2 % THC ist in Lebensmitteln erlaubt. CBN steht nicht auf der Liste der zugelassenen Substanzen.
Kann ich CBN in den USA kaufen?
Das hängt vom Bundesstaat ab. In Kalifornien, Colorado und Nevada ist CBN aus Hanf legal, solange der THC-Gehalt unter 0,3 % liegt. In Idaho, Nebraska und South Dakota ist es verboten - selbst wenn es THC-frei ist. Die Bundesregelung ist unklar, und viele Produkte laufen Gefahr, beschlagnahmt zu werden.
Ist CBN das Gleiche wie CBD?
Nein. CBD ist ein Hauptbestandteil der Cannabispflanze und wirkt beruhigend, aber nicht schläfrig. CBN entsteht durch den Abbau von THC und hat stärkere schlaffördernde Eigenschaften. Beide sind nicht psychoaktiv, aber sie wirken anders und kommen aus unterschiedlichen Prozessen.
Kann ich CBN bei der Polizei mitnehmen?
In Deutschland ist das riskant. Selbst wenn das Produkt „THC-frei“ ist, kann die Polizei es als Betäubungsmittel einstufen, wenn es aus Cannabis gewonnen wurde. In den USA hängt es vom Bundesstaat ab. In einigen Staaten kannst du es tragen, in anderen riskierst du eine Anklage. Niemand kann dir garantieren, dass du keine Probleme bekommst.
Warum verkaufen Anbieter CBN, wenn es illegal ist?
Weil die Gesetze unklar sind und die Durchsetzung lückenhaft. Viele Anbieter nutzen die Grauzone - sie verkaufen CBN als „Nahrungsergänzung“ oder „Topical“, ohne die rechtlichen Risiken zu erwähnen. Das ist nicht legal, aber viele Verbraucher wissen es nicht. Solange keine konkreten Fälle vor Gericht gehen, bleibt das Risiko niedrig - aber es besteht.