Die beste Betäubungscreme für Nervenschmerzen: CBG vs. CBD

Beate Schmitt Mai 28 2026 Gesundheit und Wellness
Die beste Betäubungscreme für Nervenschmerzen: CBG vs. CBD

Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, als würden deine Nerven überlastet sein? Ein brennendes Kribbeln in den Füßen oder ein scharfer Stich im Rücken kann den Alltag zur Qual machen. Viele Menschen greifen bei solchen Symptomen sofort zu Tabletten. Doch Pillen wirken oft nur kurzfristig und belasten den Magen. Gibt es eine sanftere Alternative? Ja, und sie kommt direkt aus der Hanfpflanze.

Wir sprechen hier nicht von dem bekannten CBD, obwohl auch das seine Rolle spielt. Der aktuelle Fokus liegt auf einem anderen Cannabinoid: CBG (Cannabigerol). Es wird oft als das „Stamm cannabinoid“ bezeichnet, da alle anderen Cannabinoide wie THC und CBD sich chemisch daraus entwickeln. Aber warum ist gerade CBG so interessant für die Behandlung von Nervenschmerzen?

Was genau sind Nervenschmerzen und warum reagieren sie anders?

Bevor wir uns ansehen, welche Creme am besten hilft, müssen wir verstehen, was eigentlich schmerzt. Wenn du dir den Finger schneidest, ist das Nozizeptionsschmerz - dein Körper warnt dich vor einer Verletzung. Nervenschmerzen (Neuropathie) funktionieren ganz anders. Hier sendet das Nervensystem falsche Signale. Es ist, als ob das Kabel in deiner Wand durchgeknallt wäre und ständig Stromschläge verursacht, obwohl niemand den Schalter betätigt hat.

Diese Schmerzen fühlen sich oft brennend, stechend oder wie elektrisierende Stöße an. Herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen helfen hier kaum, weil sie Entzündungen hemmen, aber nicht die fehlerhaften Nervenimpulse stoppen. Du brauchst etwas, das direkt mit dem Endocannabinoid-System (ECS) deines Körpers interagiert. Dieses System reguliert unter anderem Schmerz, Stimmung und Immunantwort. Und genau hier kommt CBG ins Spiel.

Warum CBG? Die Wissenschaft hinter dem „Königs-Cannabinoid“

Du hast vielleicht schon viel über CBD gehört. CBD ist großartig gegen Angstzustände und allgemeine Entzündungen. Studien zeigen jedoch, dass CBG spezifischere Eigenschaften besitzt, die für neuropathische Schmerzen relevant sind. CBG bindet stark an TRPV1-Rezeptoren. Was bedeutet das für dich?

TRPV1-Rezeptoren sind Proteine in deinen Zellen, die Hitze und Schmerz wahrnehmen. Wenn CBG an diese Rezeptoren bindet, kann es die Schmerzsignale dämpfen, bevor sie überhaupt dein Gehirn erreichen. Zudem wirkt CBG entzündungshemmend und neuroprotektiv - das heißt, es schützt die Nervenzellen vor weiterem Schaden. Ein Team von Forschern der University of Michigan untersuchte 2019 die Wirkung von CBG auf Darmentzündungen und fand heraus, dass es Entzündungen ähnlich effektiv hemmt wie das Medikament Mesalazin, aber ohne die gleichen Nebenwirkungen. Diese anti-entzündliche Kraft lässt sich auch auf periphere Nervenschmerzen übertragen.

Vergleich: CBG vs. CBD bei Nervenschmerzen
Merkmal CBG (Cannabigerol) CBD (Cannabidiol)
Hauptwirkung Zielgerichtete Schmerzlinderung via TRPV1 Allgemeine Beruhigung & Entzündungshemmung
Neuroprotektion Hoch (schützt Nervenzellen aktiv) Mittel (unterstützt Regeneration)
Betäubende Wirkung Stärker lokalisierend Weicher, eher entspannend
Verfügbarkeit Niedriger (oft < 1% in Standard-Hanf) Hoch (Hauptbestandteil vieler Produkte)
Ideal für Scharfe, brennende Neuropathie Chronische, dumpfe Schmerzen & Stress
Abstrakte Darstellung von Nervenbahnen, die durch grünes CBG beruhigt werden

Wie wählst du die richtige Betäubungscreme?

Nicht jede Tube mit „Hanf“ drauf ist gleich. Wenn du nach der besten Lösung suchst, musst du auf drei Dinge achten: Konzentration, Trägerstoffe und Reinheit.

  • Die CBG-Konzentration: Eine Creme mit 50 mg CBG pro 30 ml Flasche ist oft zu schwach für akute Nervenschmerzen. Suche nach Produkten mit mindestens 250 bis 500 mg CBG pro Behälter. Je höher die Konzentration, desto tiefer kann das Cannabinoid in die Gewebeschichten eindringen.
  • Der „Entourage-Effekt“: Reines isoliertes CBG ist gut, aber ein Vollspektrum-Extrakt ist besser. Das bedeutet, die Creme enthält neben CBG auch kleine Mengen an CBD, Terpenen (wie Myrcen oder Limonene) und anderen Cannabinoiden. Diese Komponenten arbeiten zusammen und verstärken die Wirkung. Terpene wie Beta-Caryophyllen können ebenfalls an Cannabinoid-Rezeptoren binden und die Schmerzlinderung unterstützen.
  • Kühlende Zusätze: Für eine echte „betäubende“ Sofortwirkung suche nach Cremes, die Menthol, Kampfer oder Pfefferminzöl enthalten. Diese Stoffe aktivieren kälteempfindliche Rezeptoren in der Haut, was das brennende Gefühl der Nervenschmerzen sofort überlagert. CBG arbeitet dann im Hintergrund an der langfristigen Reduzierung der Entzündung.

Anwendung: So holst du das Maximum aus der Creme heraus

Viele Leute reiben die Creme einfach schnell ein und vergessen es. Das ist ein Fehler. Topische Anwendungen müssen Zeit haben, um die Barriere der Haut zu durchdringen. Hier ist eine einfache Routine, die ich mir selbst angewöhnt habe:

  1. Reinigen: Wasche die betroffene Stelle mit lauwarmem Wasser. Seife sollte neutral sein, um die Hautbarriere nicht zu stören.
  2. Aufwärmen: Wärm die Creme zwischen deinen Handflächen auf. Kalte Salben ziehen sich zusammen und verteilen sich schlechter.
  3. Einarbeiten: Massiere die Creme sanft, aber fest in die schmerzende Stelle ein. Mache keine schnellen Striche, sondern kreise langsam. Die Massage fördert die Durchblutung, was den Transport des CBG ins Gewebe beschleunigt.
  4. Warten: Warte mindestens 15 Minuten, bevor du dich anziehst oder die Stelle bedeckst. Die Haut muss „atmen“ können, damit die Wirkstoffe absorbiert werden.

Verwende die Creme idealerweise zweimal täglich: morgens, um tagsüber beweglich zu bleiben, und abends, um schlafstörende Nachtschmerzen zu reduzieren.

Natürliche Cremetube mit Minze und Hanfsamen für therapeutische Anwendung

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

CBG gilt als sehr sicher. Im Gegensatz zu THC macht es nicht „high“. Da die Creme topisch angewendet wird, gelangt nur ein minimaler Teil der Substanz in den Blutkreislauf. Die meisten Nebenwirkungen sind lokal und mild:

  • Hautreizungen: Besonders wenn die Creme starkes Menthol oder Alkohol als Lösungsmittel enthält. Mach immer einen kleinen Test auf der Innenseite des Unterarms, bevor du sie großflächig anwendest.
  • Trockenheit: Einige Extrakte können die Haut austrocknen. Achte auf Cremes mit pflegenden Basisölen wie Jojoba, Kokosnuss oder Sheabutter.
  • Wechselwirkungen: Auch wenn die Aufnahme gering ist: Wenn du starke Medikamente nimmst, sprich mit deinem Arzt. CBG wird in der Leber über ähnliche Enzyme (Cytochrom P450) verstoffwechselt wie viele andere Medikamente, auch wenn dies bei topischer Anwendung weniger kritisch ist als bei Ölen zum Einnehmen.

Fazit: Ist CBG die Zukunft der Schmerztherapie?

Es gibt keine Wunderpille, die jeden Schmerz sofort verschwinden lässt. Aber für Menschen mit neuropathischen Beschwerden bietet CBG eine vielversprechende, natürliche Option. Es kombiniert die direkte Wirkung auf Schmerzrezeptoren mit einer tiefgehenden Entzündungshemmung. Während CBD der Star der letzten Jahre war, könnte CBG der neue Hoffnungsträger für spezifische Nervenleiden sein.

Probier es aus. Beginne mit einem hochwertigen Produkt, sei geduldig und achte auf die Reaktion deines Körpers. Deine Nerven werden es dir danken.

Wie lange dauert es, bis eine CBG-Creme bei Nervenschmerzen wirkt?

Die kühlenden Bestandteile wie Menthol wirken oft innerhalb von Minuten. Die eigentliche Wirkung von CBG auf die Entzündung und die Nervenrezeptoren setzt jedoch langsamer ein. Viele Nutzer berichten, dass sie nach 20 bis 30 Minuten eine deutliche Linderung spüren. Für nachhaltige Effekte ist eine regelmäßige Anwendung über mehrere Wochen wichtig.

Kann ich CBG-Creme auf offenen Wunden verwenden?

Nein, solltest du nicht. Topische Cannabinoid-Produkte sind für intakte Haut gedacht. Auf offenen Wunden können die Zusatzstoffe (Öle, Duftstoffe, Konservierungsstoffe) Infektionen fördern oder stark brennen. Warte, bis die Wunde verheilt ist, bevor du die Creme anwendest.

Ist CBG legal in Deutschland?

Ja, CBG-Produkte sind in Deutschland legal, solange sie aus Hanfsorten stammen, die einen THC-Gehalt von unter 0,2 % (bzw. gemäß neueren Regelungen oft strenger interpretiert) aufweisen und kein psychoaktives THC enthalten. Sie fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, wenn sie als Kosmetika oder Lebensmittel zugelassen sind.

Welche Dosierung ist für schwere Nervenschmerzen empfehlenswert?

Es gibt keine feste medizinische Empfehlung, aber Erfahrungswerte deuten darauf hin, dass Produkte mit hoher Potenz (über 500 mg CBG pro Flasche) effektiver sind. Starte mit einer erbsengroßen Menge und steigere die Dosis langsam, bis du die gewünschte Linderung spürst. Mehr hilft nicht immer, da die Haut nur eine bestimmte Menge aufnehmen kann.

Gibt es Unterschiede zwischen Hanf-CBG und Marihuana-CBG?

Chemisch gesehen ist CBG identisch, egal ob es aus Industriehanf oder Marihuana stammt. Der Unterschied liegt im Begleitprofil. Marihuana-Extrakte könnten höhere Anteile anderer Cannabinoide oder Terpenen enthalten, während Hanf-Extrakte oft reiner an CBD oder isoliertem CBG sind. Für kosmetische Zwecke ist Hanf-CBG aufgrund der Legalität und Reinheit meist die bessere Wahl.

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